28
Nov

Skyfall Review Mini [updated]

007 - Skyfall

Gerade zurück aus dem Kino, möchte ich doch noch schnell die ersten Eindrücke festhalten.

Dieser Bond ist ein sehr persönlicher Bond. Der Film, nicht der Character. Es wird versucht über Bonds Vergangenheit ihm etwas mehr Menschlichkeit zu geben, aber für mich war es einfach nur Teil der Story, die sich nicht auf den Character übertragen hat. Er verblasste auch etwas gegenüber dem Bösewicht, der viel mehr Persönlichkeit hatte und sehr viel menschlicher erschien, unglaublich gut gespielt von Javier Bardem (No Country for Old Men).  Die Schauplätze sind sehr gut gewählt und geben teils unglaublich gute Bilder und Kämpfe ab (Hochhause in Shanghai/Casino in Macao/Inselstadt im Meer). Die nächsten Geschehnisse sind für geübte Filmschaue leider etwas vorhersehbar, so, dass man fast nie wirklich überrascht wird. Was noch auffällt sind die vielen Anspielung auf vergangene, klassische Filme der Serie. Im Nachhinein drängt sich mir der Verdacht auf, sie wurden nur gemacht, damit die Leute überhaupt erkennen, dass es ein Bond ist. Der Vergleich zu Bourne, Mission Impossible und Konsorten, drängt sich immer mehr auf. Überhaupt hat mich die ganze Zeit irgend etwas an einen MI teil erinnert, ich weiß nur nicht was. Um auf die Anspielungen zurückzukehren; vielleicht wurden die auch nur wegen des 50 jährigen Jubiläums gemacht.

Unter’m Strich, guter Film der sein Geld wert ist; nicht ganz so guter Bond, wie ich finde.

nachdem, was ein kurzer Comment werden sollte irgendwie alle Grenzen eines solchen gesprengt hat, hab ich dann doch meine eigene Mini-Rezension drangehängt:

  • furb: mich hat das ende ja tierisch gestört. das hat den ansonsten sehr kompakten bond ziemlich kaputt gemacht. ist euch übrigens mal ...
  • ƒx: hehe, ich hab mich auch gefragt was jetzt VW-Beetle- und was Caterpillar-Productplacement war. ^^
  • furb: hach, ich liebe felix beobachtungsgabe.
  • ƒx: ?
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10
Aug

leergelesen: Sam Savage – Firmin

Aus der Reihe “Vor Monaten geschriebene Post die im Semesterferien-meet-Praktikum-Stress vergessen wurden”: Buch-Rezensionen vom 10.05.11

Schwierig. Irgendwie ist die Story ja ganz geil: Die lebensgeschichte einer Ratte, die in einer Buchhandlung aufgewachsen, das lesen gelernt und so belesen und intelligent geworden ist. Und als stiller Beobachter auf die Menschheit “herabguckt” und sie kommentiert. Das ganze ist so grotesk detailliert, sentimental und selbstironisch melancholisch, dass es schwerfällt es nicht zu mögen. Aber insgesamt gibt das ganze doch nicht viel mehr her, als die Beschreibung der lokalpolitischen Situation Bostons in den 60ern aus der Sicht einer Ratte. Beziehungsweise zugleich das Leben und Hadern eines Schriftstellers. Was – zugegeben – nicht gänzlich uninteressant ist. Aber irgendwann hofft man die ganze Zeit vergeblich das sich vielleicht sowas wie ein Spannungsbogen entwickelt.

  • hannes: hab es auch gelesen… nette idee, teilweise nostalgisch-schöne beschreibungen von büchern und autoren aber im großen und ganzen dann doch ...
  • furb: gold: “Aber insgesamt gibt das ganze doch nicht viel mehr her, als die Beschreibung der lokalpolitischen Situation Bostons in den ...
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01
Aug

leergelesen: Ray Bradbury – Fahrenheit ...

Aus der Reihe “Vor Monaten geschriebene Post die im Semesterferien-meet-Praktikum-Stress vergessen wurden”: Buch-Rezensionen vom 10.05.11

Wenn mich nicht alles täuscht, sollte ich das doch mal damals, wie jeder, bei Frau Zimmermann im Deutsch-GK gelesen haben. Eigentlich sollte ich bei der Gelegenheit auch den Film gesehen haben. Trotzdem hatte ich keinerlei ernsthafte Erinnerung daran. Von wegen fürs Leben lernen und so. Und obwohl ich die grundsätzliche Story natürlich kannte, ist das englische Original teils so großartig, dass es schwerfällt zu glauben, das eine Deutsch-GK-Version dem auch nur ansatzweise hätte nachkommen können.

Ein Werk von dem ich auf rein literarischer Ebene begeistert bin. Ich hab lange kein Buch mehr gelesen, das die Gedankengänge, Assoziationen und Bilder seines Protagonisten so erfolgreich visualisieren konnte. Szenenbeschreibungen, die so detailliert und zugleich surrealistisch weird sind, dass man nur sich wünscht, es werde ein weiteres Mal in einer Zeit verfilmt, in der die filmischen Mittel dem Buch auch auf formaler Ebene vielleicht etwas näher kommen können. Hinzu kommt natürlich der fantastische Zynismus des perfekt strahlenden/düster-defekten Dystopia von Ray Bradbury.

Lohnt auch ein “zweites” Mal.

  • furb: ohja.
  • jonas: müsst ich auch mal lesen. kannte nur den film, der aber auch sehr gut ist (abgesehen von oskar werners dialekt)
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08
Apr

Die drei Fragezeichen – Brainwash

brainwash coverVielleicht fragt ihr euch, warum die Folgennummer im Titel fehlt. Das liegt daran, dass diese Folge ein Sonderrelease ist. Die Story wurde schon 1989 vom amerikanischen ???-Autor Peter Lerangis geschrieben, aber nie veröffentlicht. Jetzt, nach 20 Jahren wurde sie endlich übersetzt und vertont. Die Folge gehört eigentlich zu einer „Top Secret Edition“, deren Folgen alle aus dieser Ära stammen. Als Buch werden sei als 3er-Box herausgebracht. Da es bei den Hörspielen allerdings letztens schon mal eine solche Box (der dreiTag) gegeben hat und Ende des Jahres zur 150sten Folge wieder eine geben wird, werden die Storys der Top Secret Edition als Hörspiel verteilt über das ganze Jahr erscheinen.

 

Nun aber zu der Folge „Brainwash“.

Weiterlesen…

  • furb: in der tat: der typ auf dem erst-cover sieht aus wie eine dracula-darstellung aus den fünfziger jahren. die ähnlichkeit zum ...
  • hannes: wow, muss echt sagen seit echt sehr langer zeit eine der besten ???. endlich mal wieder ne ernstzunehmende story. auch ...
  • furb: beschissene folge. und mega gewollte 80er-anspielungen.
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07
Mar

Online Comic: Left 4 Dead – The Sacrifi...

The Sacrifice kam bereits im Herbst letzten Jahres als gratis Kampagne für Left 4 Dead und Left 4 Dead 2 raus. Es ist als Prequel zu The Passing, der Kampagne in der die L4D2 Überlebenden auf drei der Protagonisten des ersten Teils Treffen, und erklärt das fehlen von Bill.

In den Tagen davor erschien, in vier Teilen, der Comic “The Sacrifice“, der die gleiche Geschichte erzählt und just von mir entdeckt wurde.

Online macht “The Sacrifice” nicht soviel Spaß wie die Wormworld Saga, da man (auch wenn man per Tastatur-Kürzel blättern kann) selbst mit Chrome im Vollbild-Modus (bei meiner 1440×900 Auflösung, die ich nicht zu klein finde) noch scrollen muss um wirklich die komplette Seiteim Blick zu haben. Als .pdf wiederum liest’s sich ausgesprochen gut, kommt das Widescreen-Format meinem Bildschirm doch sehr entgegen und so lässt sich ungescrollt lesen.

Der Comic selbst macht auch Spaß, Wortwitz und Charaktere gepaart mit einer Zombieapokalypse überzeugen genau wie schon im ersten Teil des Spiels.

  • jonas: an manchen stellen find ich es was zu schluderig und undetailliert gezeichnet. aber ansonsten sehr spannend. aber auf papier würde ...
  • furb: ach mist, einfach zu viele zombies im moment. wann soll ich das denn bitte alles lesen? hier wäre ne kettensäge ...
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04
Mar

angezockt: Osmos

Hab dann doch 1 Euro mehr bei Steam statt im App Store, für die Möglichkeit evtl. irgendwann auch aufm PC spielen zu können, bezahlt. Und 8,99 is ja immanoch nen Schnäppchen und kleine Indie-Spiele zu unterstützen sollte ja auch Karma-Punkte bedeuten.

Your objective is to grow by absorbing other motes. Propel yourself by ejecting matter behind you. But be wise: ejecting matter also shrinks you. Relax… good things come to those who wait.

Man treibt also wie schwerelos in Form einer Blase durch ein, mit Lounge-Musik beschalltes, Petri-Schalen-Universum. Um voran zu kommen und zu navigieren, stößt man einfach ein Teil der eigenen Zellflüssigkeit aus, ganz nach Newton. Trifft man auf andere Blasen absorbiert die Größere die jeweils kleinere, ganz nach Darwin.

Natürlich gibt es unterschiedlichste Typen von Blasen: Aktive Blasen, Passive Blasen, Intelligente Blasen, Attraktoren-Blasen, Antimaterie-Blasen usw…

Und all das ganz wunderbar animiert und mit chillig, elektronischen Klängen unterlegt.
Eine sehr interessante Mischung aus Geschicklichkeits- und Geduldspiel, Astrophysik und Mikrobiologie, Bildschirmschoner und Meditationsübung.

Ich habs auch schon auf nem iPad gespielt, da ist’s sogar noch ein Stück großartiger.

  • furb: ich wills unbedingt mal spielen. verstehe sowieso nicht, warum es nicht mehr so völlig abgedrehte spiele gibt bzw. warum diese ...
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03
Mar

ausgeschaut: Bone 20 – Die Hörnerkrone

Und damit ging eine weitere der besten Graphic-Novels, die mir bisher so untergekommen sind, zu Ende…

das wars… der letzte, der teilweise nur noch in Antiquariaten zu findenen Bände, des Erstlings-Werks von Jeff Smith. Einem der wohl wichtigsten Pioniere der Indipendent-Comic-Scene: Die ersten Ausgaben (in den USA) wurden von ihm selbst produziert und verlegt.

Jeff Smith neuste Kreation ist RASL.

a stark, sci-fi series about a dimension-jumping art thief, a man unplugged from the world who races through space and time searching for his next big score – and trying to escape his past. In this first of three graphic novels, Rasl faces an assassin’s bullet and stumbles across a mystery that not only threatens to expose his own illicit activities, but could also uncover one of the world’s most dangerous and sought after secrets!1

Wobei der, glaub ich, rein naturalistisch gezeichnet ist. Was ich am Konzept von Bone ja immer besonders interessant fand, waren die “Comic”-Wesen aus einer normalen, modernen Realität, die in einer naturalistischen Fantasy-Realität landen.
Dann allerdings trifft “sci-fi noir2 alles was ich mir unter nem guten Comic vorstelle.

Auch RASL wird in Eigenproduktion veröffentlicht, mit regelmäßigen Updates auf Smiths blog boneville.com

1http://www.amazon.com/RASL-Drift-Jeff-Smith/dp/1888963204
2http://en.wikipedia.org/wiki/RASL#Style

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