11
Oct

tragbares Speichermedium

Dieser Beitrag bringt ziemlich genau auf den Punkt, was mir schon ne ganze Weile durch den Kopf geistert.

  • jonas: oh, man. das brauche ich unbedingt!! total innovativ! irgendwie funktionieren die untertitel leider nicht
  • hannes: geht so, untertitel funsen net
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Wolfshäutige Nordgesichter

Worauf der Erfolg der Outdoor-Labels beruht

Die „Wolfskin“-Tatze ziert die Banden bei Bundesligaspielen, in der Kölner Innenstadt betreibt Globetrotter ein komplettes Shopping-Center nur mit seinen Produkten. „The North Face“-Kollektionen sind aus den Kaufhäusern nicht mehr wegzudenken. Überall in den Innenstädten sprießen „Jack-Wolfskin“-Shops hervor.

Als Angela Merkel und der Sigmar Gabriel sich im August 2007 in Grönland in schicken roten Outdoor-Jacken zeigten, setzten sie keinen Modetrend, sondern folgten dabei bloß einem neuen Zeitgeist, dessen Siegeszug nicht mehr zu stoppen ist.
Unlängst gehört die Outdoor-Jacke zu jedem radfahrenden Staatsbeamten, aber auch wer im 7er-BMW vorfährt, wirft immer häufiger nach dem Aussteigen den garantiert wasserfest und thermophysiologischen Fetzen Stoff über. Dazu noch der passende Backpacker-Rucksack. Wahlweise auch lässig übers Sakko baumelnd.
Kurz: Jedermann und Jederfrau will outdoor sein, dafür ist man dann auch gerne bereit mehrere Hundert Euro für eine Outdoor-Jacke auf den Tisch zu legen, wobei die größte Belastungsprobe für das gute Stück allenfalls der nächste Skiurlaub werden wird.

Es stellt sich daher die Frage: Wie ist der Erfolg der Outdoor-Labels zu erklären? Hier spielen zentral drei Faktoren eine Rolle, die einander bedingen und einander ergänzen:

Umweltschutz ist längst zentrales Thema bei all unserem Handeln. Täglich werden wir in den Medien (dankenswerterweise) bombardiert Fragen und Problemen rund um Umwelt- und Naturschutz. Die Werbung ist längst auf diesen Zug aufgesprungen und betreibt ein astreines Greenwashing für die großen Konzerne. Gewollt oder ungewollt, bewusst oder unterbewusst überträgt sich diese Bild auch auf unser persönliches Handeln. Jeder will mit machen beim kollektiven Umweltschutz. Jeder ein Gutmensch sein. Und jeder soll es auch sehen, wie Umwelt- und Naturbewusst man doch ist. BioBio zu kaufen ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Aber um sich tatsächlich und in jeder Lebenslage zu outen, darf die passende Bekleidung nicht fehlen. Auch du kannst ein Naturbursche sein suggeriert “Bergans” ihm auf Pro7, auch Umweltbewusstsein ist sexy, garantiert das feminin-taillierte “Northface”-Fleece.

Das (persönliche) Greenwashing setzt damit den neuen visuell erfassbaren Trend hin zu mehr Umweltbewusstsein. Allerdings ist es nur in der Lage die gesellschaftlich inzwischen viel tiefer verankertere neoliberale Ideologie oberflächlich zu überlagern. Allenfalls bieten die Outdoor-Produkte eine hervorragende Plattform beides miteinander zu verknüpfen. Effizienz ist hier das Zauberwort. Mit der entrollbaren Kapuze in meinem Kragen bin ich für jedes noch so üble Wetter gerüstet, mein 50l-Rucksack lässt mich gerne noch 20 Kilo mehr schleppen. Über die Bekleidung wird allzeitige Einsatzbereitschaft, wie sie die moderne Leistungsgesellschaft abverlangt, vermittelt.

Schizophrenerweise ist es gerade jene Leistungsgesellschaft, aus welcher der Outdoor-Bekleidungsträger auszubrechen gedenkt. Last but not Least vermittelt eine hautsensorische und thermoregulierte Regenjacke eben auch einen Hauch von Abenteuer. Dazu der Rucksack in einem knalligen Rot, damit ich auch auf jeden Fall bei einem Lawinensturz in gefährlichen Höhen einfach zu finden bin.
Draußen zu hause. Und so. Hier schließt sich dann der Kreis mit dem gesteigerten Bedürfnis nach Natur und Grün, welches dem gemeinen Großstädter in der Regel verwehrt ist.

So, ich muss jetzt in die Uni, die Bücher sind schon in meinem wunderbaren Backpack-Rucksack…

  • ältere...
  • yannick: Ja, jonas. Was Klimaschutz und soziale Arbeitsstandards angeht, ist gerade North Face ziemlich rückständig …
  • ƒx: is mir der yannick in seiner belehrung doch zuvor gekommen…
  • ƒx: und wolfskin macht sich auch nicht sympathischer mit den kollateralschäden aus ihrem kampf um die eigene marke. die TAZ
  • hannes: mag meine nf-jacke…
  • Johannes K.: http://www.zeit.de/lebensart/mode/2010-11/outdoor-kleidung? Wenn auch ein bisschen polemisch/aggressiv geschrieben, ist der Artikel doch vor allen Dingen in Kombination mit den Leser-Kommentaren ...
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01
Oct

Dark Side of the Lens

DARK SIDE OF THE LENS from Astray Films on Vimeo.

Bildgewaltiges Video vom Fotografen und Bodyboarder Mickey Smith, in dem er Einblicke in seine Gedankenwelt gibt und erzählt was ihn antreibt. Mag man ja von halten was man will, aber die Aufnahmen sind echt krass, erinnert mich an die Bretagne…man kann die Kälte des Meeres spüren.

(via fubiz)

09
Jan

leergelesen: Stanisław Lem – Roboterm...

Weihnachten ist vorbei und der Noch-Zu-Lesen-Bücherstapel wieder ein Stückchen gewachsen. Drum wirds Zeit, dass bereits gelesene Bücher ihre Review bekommen.

Nach Philip K. Dick und Isaac Asimov war Stanislaw Lem der logische nächste Autor, in der Reihe der SciFi-Philosophen. Außerdem bin ich vor ner Weile in ner Buchhandlung über sein “Frieden auf Erden” gestoßen, das ich, nur des Covers wegen, kaufen musste. Aber, aus Erfahrung wissend wie anstrengend die sein können, hab ich dann lieber auch mal “Robotermärchen” mitgenommen. Eine Kurzgeschichtensammlung liest sich dann doch leichter als ein Roman und kann auch leichter pausiert werden.

Lem las sich jedoch sehr viel entspannter als vermutet, sind die “Robotermärchen” doch tatsächlich sehr einfach, wie (oder ähnlich wie) klassische Märchen geschrieben. Außerdem nimmt sich Lem nicht allzu ernst (immerhin will er in erster Linie Philosoph, nicht SciFi-Autor sein) und lässt immer ein ironisches Augenzwinkern zwischen den Zeilen erkennen.

Die Stories sind aus Sicht von, für und über Roboter geschrieben und handeln von Roboter-Prinzessinen, die Erschaffung des Universums und unvorstellbar intelligenten Rechenmaschinen, eben allem was eine Roboter-Gesellschaft an Mythen braucht. Auch die Existenz von “Menschen” wird in den Geschichten (wenn auch nur am Rande und sehr nebulös) erwähnt.

01
Sep

video: Stiller erklärt Rooney Twitter

So jetzt sind es noch so ca. 9 Tage bis Felix und ich wieder da sind, finde nichts mehr zu posten, deshalb hier zum Schluss ein nettes Video wie Ben Stiller Mickey Roones erklärt was Twitter ist. Man der Mann ist weise… und ich finde Twitter immer noch lahm.

(via insulinfunk)

So und ich hoffe mal dass zwischen all meinen Posts auch noch welche von euch waren.

28
Jul

Videos: Vimeo-Video-Offensive 07/09

So starte mal ne Viemo-Video Offensive:

Das erste war schon auf einigen Seiten zufinden (nerdcore,popwhore u.a.). Ist ne “Architektur-Instalation” die kürzlich in den Kunsthallen in Hamburg war, leider hab ich dass verpasst…

555 KUBIK | facade projection | from urbanscreen on Vimeo.

Weiterlesen…

  • furb: gut, dann will ich mal. (kannst du nicht in zukunft einzelne posts machen?) KUBIK ist einfach super. total schön zu sehen. ...
  • Projection on Architecture « murmelbahn inc.: […] Steigerung zu Hannes Hamburger Projektions-Projekt. So etwas sollte mal als dauerhafte Installation irgendwo aufgebaut […]
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article: wir könnten auch anders

Ganz schöner  Artikel in der online-zeit, über heutige Marktwirtschaft, ihre Folgen und ein mögliches Alternativmodel, das uns alle retten könnte.

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