
Direkt am Rhein unmittelbar neben der Bonner Oper liegt das Hotel Beethoven. Noch. Das Gebäude wird abgerissen, um für schöne große Eigentumswohnungen mit Panoramablick Platz zu machen (sowas wie eine Mini-Mini-Hafencity – für alle die aus ner richtig großen Stadt wie Köln oder HH kommen).
Da der Hotelbetrieb schon längst eingestellt wurde, stehen die Räumlichkeiten leer, bzw. standen. Bis zum Abriss im März diesen Jahres ist das Hotel nämlich eine einziges Kunstwerk. Verschiedene Künstler wurden aufgefordert die Räumlichkeiten (über 50 Hotelzimmer) nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Das Gesamtkunstwerk mit dem Titel “fully booked” kann man noch bis Ende Februar bewundern. Auch wenn die mir das ein oder andere Kunstwerk etwas lasch erschien (da hätte ich wirklich Kreativeres hingekriegt als einfach was an die Wand zu beamen), ist die Stimmung, die man erlebt, wenn man durch das abirssreife Hotel läuft, einfach genial.
Höhepunkte sind meiner Meinung nach das sich scheinbar spiegelnde Zimmer (in Wirklichkeit wurde einfach die Wand an verschiedenen Stellen eingerissen), die Leuchtröhren auf dem Klo (Foto) und das Parkett, dass die Wände hochwächst.
Achso, und die zum Hotel gehörenden Bar Ludwig hat sich zu so etwas wie dem Geheimtipp für die kleine, aber vorhandene Indie/Alternativ-Szene in Bonn gemausert. Gerüchten zufolge haben die Veranstalter schon neue Räumlichkeiten für eine Zeit nach dem Abriss…