11
Mar

leergelesen: Douglas Adams – Die Letzte...

Grandios. Ganz unglaublich fantastisch. Ein Reisetagebuch von Adams Reisen nach Madagaskar, Indonesien, Neuseeland, Zaire, China und Mauritius auf der Suche nach bedrohten Tierarten für eine Sendung der BBC.

Ein bisschen wie “Shenzhen“, “Pjöngjang” und die “Burma Chronicles” von Guy Delisle. Nur nicht als Comic, aber genauso so komisch und lehrreich zugleich.
Hab das Buch in 2 Tagen Krankenhausaufenthalt durch gehabt, weil man echt nicht mehr aufhört zulesen. Obwohl es eigentlich in angenehme 6 unzusammenhängende Kapitel unterteilt ist, die alle auch einzeln ein Genuss wären.

10
Mar

leergelesen: StanisÅ‚aw Lem – Frieden a...

Abgefahrene Story. Crazy Typ. Sehr schwierig zu beschreiben.

Frieden auf Erden” ist Lems alternative Konsequenz der Absurdität des kalten Krieges: alle Nationen der Welt einigen sich darauf ihr Wettrüsten – auf der Erde – einzustellen und stattdessen eine sich selbst evolutionär weiterentwickelnde Kriegsmaschinerie von einer unabhängigen Agentur auf den Mond schicken zu lassen; in durch neutrale Zonen getrennte Sektoren.
Um den Fortschritt dieser autonomen, selbstoptimierenden Waffensystem zu überprüfen wird Raumfahrlegende Ijon Tichy auf den Mond geschickt. Mit weitreichenden Folgen für alle Beteiligten…

Ein bisschen SciFi, ein bisschen Agenten-Thriller, Philosophie und ne Menge weirdes Zeug.


11
Jan

leergelesen: Geschichten aus der Vorstadt des...

Meist liegen zu Weihnachten geschenkte Bücher am längsten auf meinem Stapel noch-zu-lesender-Literatur. Mit “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” von Shaun Tan, jedoch hab ich soeben meine 2te Weihnachts-Lektüre beendet.

Geschichten aus der Vorstadt des Universums

Man könnte es behaupten, das es  deshalb so leicht fiel weil es ein Bilderbuch mit Kindergeschichten ist. Man könnte aber auch sagen, dass es einfach eine fantastische Mischung aus Graphic Novel, illustrierten Kurzgeschichten und Gesamt-Kunstwerk ist, die fesselt. Dass die 15 eigentlich unzusammenhängenden Geschichten ein super-geil-surreales Universum aus Kinderaugen präsentieren und dabei gesellschaftskritisch, philosophisch und melancholisch-poetisch zugleich sind.

Ein bisschen wie Mark Twain meets Petterson & Findus meets Phillip K. Dick oder K-Pax meets Garden State meets Alice im Wunderland oderso…

Jedenfalls verzeihe ich meiner Schwester sofort, dass es mir zu schenken, nur ein Vorwand war es zu kaufen (und noch vor mir zu lesen).

Nebenbei: die erst-gelesene Lektüre war der (inzwischen antike) 16te Band von Bone, in dem sich die Story inzwischen mit einem Tempo entwickelt, das es fast schwierig macht mitzuhalten. Ähnliches gilt für Sandman – Die Gütigen, den ich nur hin und wieder in kleinen Dosen genieße und mir jedesmal neu vornehme, erst alle Referenzen auf vorhergehende Bände noch einmal nachzuschlagen.

09
Jan

buch-trailer: Yuki 7

Ich weiß nicht ob ihrs kennt, is schon was älter inzwischen geradezu antik: das Buch „Seductive Espionage: The World of Yuki 7“ von Kevin Dart.
Hab das Konzept immern noch nich durchschaut, find die Grafik aba zum reinlegen geil.
Sexy asiatische 60s Spy-Optik mit nem bisschen Spirou & Fantasio odaso. Was gibts besseres.
Ich will jedenfalls das Buch, TShirt, Poster und die Tapete falls existent!

Und nu seit ner Weile gibts auch noch nen “Trailer” zu dem Ding:

btw: Der Animator hat auch an dem Beatles-Rockband In und Outro mitgearbeitet und auch sein Fake-3D-Space-Trip is ganz geil.

  • hannes: also nach deinem intro, hab ich fast irgendwie mehr erwartet. ist ja eiegntlich alles aus bondfilmen übernommen, sogar einmal kurz ...
  • [Æ’x]: hab nich gesagt das der trailer gut ist ^^ und: natürlich ist es Bond’esque, das macht ja mit den Reiz aus. ...
  • jonas: ah, der ist das! ich kannte nur dieses bild, was im internet die runde gemacht hat. http://www.kevindart.com/images/gallery/007_large.jpg ich ...
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leergelesen: StanisÅ‚aw Lem – RobotermÃ...

Weihnachten ist vorbei und der Noch-Zu-Lesen-Bücherstapel wieder ein Stückchen gewachsen. Drum wirds Zeit, dass bereits gelesene Bücher ihre Review bekommen.

Nach Philip K. Dick und Isaac Asimov war Stanislaw Lem der logische nächste Autor, in der Reihe der SciFi-Philosophen. Außerdem bin ich vor ner Weile in ner Buchhandlung über sein “Frieden auf Erden” gestoßen, das ich, nur des Covers wegen, kaufen musste. Aber, aus Erfahrung wissend wie anstrengend die sein können, hab ich dann lieber auch mal “Robotermärchen” mitgenommen. Eine Kurzgeschichtensammlung liest sich dann doch leichter als ein Roman und kann auch leichter pausiert werden.

Lem las sich jedoch sehr viel entspannter als vermutet, sind die “Robotermärchen” doch tatsächlich sehr einfach, wie (oder ähnlich wie) klassische Märchen geschrieben. Außerdem nimmt sich Lem nicht allzu ernst (immerhin will er in erster Linie Philosoph, nicht SciFi-Autor sein) und lässt immer ein ironisches Augenzwinkern zwischen den Zeilen erkennen.

Die Stories sind aus Sicht von, für und über Roboter geschrieben und handeln von Roboter-Prinzessinen, die Erschaffung des Universums und unvorstellbar intelligenten Rechenmaschinen, eben allem was eine Roboter-Gesellschaft an Mythen braucht. Auch die Existenz von “Menschen” wird in den Geschichten (wenn auch nur am Rande und sehr nebulös) erwähnt.

12
Dec

leergelesen: Sternstunden der Menschheit

sternstunden007 copyIch weiß gar nicht mehr, wann ich das, zu welcher Gelegenheit, vom Furb geschenkt bekommen hab…?
Hat halt nen Weilchen gedauert bis ich mich in meinem “Noch-Zu-Lesen”-Bücherstapel weit genug vorgearbeitet hatte.

Aber: sehr geiles Buch. Bewegt sich immer irgendwo zwischen historisch-korrekter Dokumentation und dramatisch völlig überspitztem Helden-Epos. Insgesamt sind es 12 Kurzgeschichten/Novellen, wobei man sich wenns nach mir geht Goethe, Tolstoi und Dostojewski gerne hätte sparen können (Gothe: mir grundsätzlich schon unsympathisch, da interessiert mich die Story eines 70jährigen Dichters der ner 19jährigen hinterher geifert wenig; Dostojewskis Begnadigung in lyrischer Form hab ich mir angetan, muss man aba nich; Und den Epilog zu Tolstois unvollendetem “Und das Licht scheinet in der Finsternis” hab ich mir dann komplett gespart).

Händels Auferstehung ist ein ähnlicher Fall, aber da bietet die Geschichte (“Historia” jetz) selbst genug Dramaturgie. Bei all diesen literarisch/künstlerischen Figuren hätte man sich auch gut auf die Erzählung ihrer Biographie beschränken können ohne auch ihr komplettes Werk in Versatzstücken zu präsentieren (und zu analysieren!)… gerade wenn sie so’n pathetischen Schmarrn produziern wie Goethe und Händel.

Die Story zum Goldrush in Kalifornien hingegen, oder die Eroberung von Byzanz: wunderfein.

11
Dec

leergelesen: Simplicity

simplicity008Um mit den Worten meines Prof’s zu sprechen: “Ein enttäuschendes Buch, eines großen Mannes.”

Obwohl mit interessanten Anekdoten aus Maedas Leben gespickt, bringt das Buch (einem normal-vernünftig denkenden Menschen) letztendlich doch keinerlei neue Erkenntnis.

Gleichzeitig weckt der Versuch die “10 Gesetze der Einfachheit” zu definieren doch zu viele Assoziationen mit Leitfäden á la “In 10 Schritten zum Erfolg” etc. und gerade deshalb ist es noch viel irritierender, dass Maeda es nicht auf die Reihe bekommt eine vernünftige Struktur aufzubauen. So das man zum Schluss in einem KuddelMuddel Pseudo-Weisheiten steht die sich alle gegenseitig referenzieren und einem nicht mehr Übersicht verschaffen, sondern einem das Gefühl geben den Zusammenhang verloren zu haben, von Dinge die man eh wusste.

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