Weihnachten ist vorbei und der Noch-Zu-Lesen-Bücherstapel wieder ein Stückchen gewachsen. Drum wirds Zeit, dass bereits gelesene Bücher ihre Review bekommen.
Nach Philip K. Dick und Isaac Asimov war Stanislaw Lem der logische nächste Autor, in der Reihe der SciFi-Philosophen. Außerdem bin ich vor ner Weile in ner Buchhandlung über sein “Frieden auf Erden” gestoßen, das ich, nur des Covers wegen, kaufen musste. Aber, aus Erfahrung wissend wie anstrengend die sein können, hab ich dann lieber auch mal “Robotermärchen” mitgenommen. Eine Kurzgeschichtensammlung liest sich dann doch leichter als ein Roman und kann auch leichter pausiert werden.
Lem las sich jedoch sehr viel entspannter als vermutet, sind die “Robotermärchen” doch tatsächlich sehr einfach, wie (oder ähnlich wie) klassische Märchen geschrieben. Außerdem nimmt sich Lem nicht allzu ernst (immerhin will er in erster Linie Philosoph, nicht SciFi-Autor sein) und lässt immer ein ironisches Augenzwinkern zwischen den Zeilen erkennen.
Die Stories sind aus Sicht von, für und über Roboter geschrieben und handeln von Roboter-Prinzessinen, die Erschaffung des Universums und unvorstellbar intelligenten Rechenmaschinen, eben allem was eine Roboter-Gesellschaft an Mythen braucht. Auch die Existenz von “Menschen” wird in den Geschichten (wenn auch nur am Rande und sehr nebulös) erwähnt.