05
Aug

leergelesen: Neil Gaiman – Neverwhere

Neverwhere

hach was soll ich sagen. habs in fast einem tag durchgehabt.

Neverwhere” ist die Geschichte von Richard Mayhew einem jungen Schotten, der in London lebt. Einen guten Job, eine gutaussehende Freundin und alles in allem ein gutes Leben hat (obwohl absehbar ist das ihn dass nicht sonderlich erfüllt). Das alles gerät schließlich aus den Fugen, als er eines Tages ein Mädchen rettet, das blutend vor ihm zusammenbricht.

Gaiman hat ein magisches London-Below erfunden, das unter bzw. parallel zu London coexistiert und in dem alle die landen, die durch die Spalten fallen. Die, die nicht in die Gesellschaft passen. Obdachlose, Freaks und viele mehr. Dieses Paralleluniversum existiert zwar in der Kanalisation, den Kellern, Ruinen und U-Bahntunneln des normalen London, wird aber nur von denen zur Kenntnis genommen, die Teil davon sind.

Die Story ist die Adaption einer BBC-Serie bei der Gaiman Autor war (eine Serie die ich mir auf jeden Fall mal bei Gelegenheit anschaun muss), bei deren Umsetzung er allerdings einige Kompromisse eingehen musste, weshalb er es nochmal als Roman so geschrieben hat wie er es eigentlich erzählen wollte.

Nach Anansi Boys, American Gods und Good Omens das vierte Buch das ich von ihm gelesen hab, das ja glaub ich eigentlich sein erstes war. Und wenn die anderen dann doch noch nen Tick mehr Tiefe hatten, so war es doch, wie immer, nicht das was man erwartet hat, und deswegen sehr geil. Die Story im Vergleich ein wenig vorhersehbar, die Charaktere etwas flach (am besten gefallen eigentlich die zwei hoch-eloquenten Killer Mr. Croup und Mr. Vandemar). Aber schräg und gut zu lesen.
(Und mir ist gerade erst bewusst geworden dass ich es im englischen Original gelesen hab ^^)

Wie der Kommentator der Wired sagt:

The sort of book Terry Pratchett might produce, if he spent a month locked in a cell with Franz Kafka.

Vielleicht war es auch einfach zu kurz.

Neverwhere Höspiel bei BBC Radio 4 « murmelbahn inc.
  • […] durchaus an, dass sie von 1996 ist. Macht sie aber nicht weniger gut. Der daraus hervorgegangenen Roman ist mindestens ebenso gut (die eigene Fantasie ist halt Budget unabhängig und nicht der Mode der […]

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